Die Douglasie

Am 28. Februar fand in Freising-Weihenstephan eine Tagung mit dem Thema "Die Douglasie - Perspektiven im Klimawandel" statt. Dabei wurden von mehreren Referenten Vorträge zum Anbau der Douglasie in Bayern gehalten.

Die Douglasie stammt ursprünglich aus Nordamerika und hat dort ein enormes Verbreitungsgebiet mit einer Nord-Süd Ausdehnung von 4500 km. Es gibt zwei Douglasiensorten, die grüne und die blaue Douglasie. Bei uns soll ausschließlich die grüne Douglasie, Pseudotsuga menziesii var. Viridis, zum Anbau kommen, da sie der blauen in Wachstum und vor allem Resistenz gegen die Douglasienschütte überlegen ist.

Die Douglasie ist in ihren Ansprüchen an Wasser und Licht sehr variabel, unsere Klimaverhältnisse liegen auch im Rahmen des Klimas ihres ursprünglichen Herkunftsgebietes. Auch bei einem Anstieg der Jahresdurchschnittstemperatur um 2° C in 100 Jahren kommt die Douglasie noch relativ gut zurecht, bei länger anhaltenden Sommertrockenheiten kann die Douglasie aber dann an ihre Grenzen gelangen. Dies ist aber eher in Nordbayern zu erwarten, in Südbayern werden sich die Bedingungen für die Douglasie eher noch verbessern. In Wärmegebieten wie Unterfranken rieten die Experten daher zu Zurückhaltung beim Anbau von Douglasie auf, in kälteren Gebieten kann sie aber durchaus als Alternative zur Fichte gesehen werden, da sie Wärme- und Trockenheits-resistenter ist. Ihren Zuwachsvorteil gegenüber der Fichte kann die Douglasie vor allem auf schlechteren Fichtenstandorten ausnutzen, der Anbau sollte also gezielt auf Standorten erfolgen, auf denen die Fichte schon Probleme hat oder bekommen wird, also mäßig frische bis mäßig trockene Standorte.

Natürlich gibt es aber auch bei der Douglasie Probleme, die nicht übersehen werden dürfen. So ist die Douglasie (spät-) frostempfindlich, auf größeren Freiflächen kann es hier durchaus zu erheblichen Schäden kommen. Wenn möglich sollte man die Douglasie unter einem Altholzschirm pflanzen, der sie vor Frost schützt. Auch die Kulturkosten sind bei der Douglasie höher als bei der Fichte, da sie unbedingt vor Verbiss und vor allem Verfegen durch Rehwild geschützt werden muss. Durch ihren intensiven Duft ist die Douglasie wie ein Magnet für Rehböcke, die daran ihr Gehörn verfegen.

Um wertvolles Holz zu erzielen muss die Douglasie auch unbedingt geastet werden, da sie ein ausgesprochener Totasterhalter ist, was die Qualität des Holzes erheblich mindert. Auch hier kommen also zusätzliche Kosten auf den Waldbesitzer zu.
Die Pflanzung sollte im März oder April erfolgen, bei der Stückzahl schwankt die Meinung der Experten zwischen 1000 und 3000 Stück/Hektar, da eine Astung aber sowieso notwendig ist braucht die Douglasie nicht zu eng gepflanzt werden. Reihenabstände von 2,5 bis 4 m sind kein Problem. Eine Tauchung gegen den Rüsselkäfer ist zu empfehlen. Die Douglasie sollte aber nie im Reinbestand, sondern immer in Mischung mit anderen Baumarten wie zum Beispiel der Buche gepflanzt.

Bei der Bestandesbehandlung ist es wichtig, dass man früh und regelmäßig durchforstet, um den Zuwachs gezielt auf die (geasteten) Z-Bäume zu lenken.

Wenn Sie Interesse an der Douglasie haben oder Sie weitere Informationen möchten, können Sie sich gern an unsere Mitarbeiter wenden, wir helfen Ihnen gerne weiter.

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